die entdeckung einer insel

="" Donnerstag, den 30. August war das Netzwerk X auf Exkursion im Ruhrpott und fand land for free. Land for What? Zwischen Nordsternpark und Schurenbach- halde, im Norden von Gelsen- kirchen und Essen, gibt es eine Artenvielfalt und Pionierpflanzen, die ihresgleichen suchen. Das highlight der Exkursion war die Emscherinsel, zwischen Rhein-Herne-Kanal und Emscher, die einst das Zugpferd für die Kulturhauptstadt war, den ökonomischen Interessenkonflikt zwischen freier Fläche und freier Nutzung aber nicht auflösen konnte.

Im Rahmen der Werkstatt Neues Emschertal 2005 haben Emschergenossenschaft, Regionalverband Ruhr (RVR), Wasser- und Schifffahrtsamt, Kommunen und Großunternehmen 8 Leitlinien für die Entwicklung der 11 Quadratkilometer großen Emscherinsel festgelegt. Inwiefern die Idee nun Fuss fassen kann, bleibt abzuwarten. Die Emscher Renaturierung geht weiter. Das Netzwerk X bleibt dran.

leerstandsmelder dortmund online

Jetzt ist es auch im Ruhrpott soweit und seit heute der erste Leerstandsmelder in Dortmund online. Um Leerstände einzutragen, Kommentare zu posten und Fotos hochzuladen braucht man einen Account und muss sich registrieren. Moderiert wird das ganze von den urbanisten in Dortmund und ist via Netzwerk X auf den Ausbau im Ruhrgebiet angelegt.


http://leerstandsmelder.de/dortmund

Die Idee ist, den Leerstand zu thematisieren und die Verwaltung des Leerstands über ein moderiertes wiki system zu demokratisieren. Hierzu heisst es bei leerstandsmelder.de: „Mit dem Leerstandsmelder können wir gemeinsam Informationen austauschen. Leerstände können auf der Leerstandskarte von allen NutzerInnen direkt und unkompliziert eingetragen werden. Dadurch entsteht nach und nach ein kollektiver und frei zugänglicher Daten- und Raumpool, unabhängig von städtischen Informationskanälen. Darüber hinaus können registrierte NutzerInnen des Leerstandsmelders Infos zu den Leerstandsgebäuden und Ideen zum konstruktiven Umgang mit ihnen austauschen“. Was man mit diesen Informartionen macht, steht auf einem anderen Blatt, nur weiß man endlich, worüber (dimensionen und locations) man spricht.

netzwerk X gründung im ruhrpott

="" Am letzten Mai hat sich das Netzwerk X im Ruhrgebiet gegründet. Vier Pressekonferenzen (31.05) in Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund lassen die jüngere Vergangenheit städtischer Bewegungen im Ruhrgebiet wieder aufleben und verbinden sich zum Netzwerk X, für Kunst & Soziales. Das erste Treffen fand bereits am 19.12.2011 in der Zeche Carl in Essen statt. Hier kommt es auch am 17.06 zum nächsten Strategietreffen der bisher 21 Gruppen aus dem Ruhrpott.

In der Selbstdarstellung heißt es: „Wir warten nicht mehr auf die versprochenen top down implementierten bottom up Strategien. Und wir sprechen nicht länger die Sprache der Versprecher, die uns ein U für ein X vormachen, Gameboywirtschaft als Kunst und Subventionierung von Immobilien als Kreativförderung verkaufen. Wir sprechen wieder unsere Sprache: die Sprache der Kunst, die Sprache des Engagements, die Sprache des Ruhrgebiets und die Sprache der präzisen Theorie. Und schaffen eigene Beschreibungen für die Realität und das Potential des Ruhrgebiets“.

Bei dieser Gelegenheit hat sich auch die Dortmunder Initiative UZDO zurückgemeldet, die den Satz mit X umdreht und verlauten läßt: „Die wollen uns ein X für‘n U vormachen: Wir nehmen dankend an“. UZDO versteht sich zunächst als Idee im Raum, die anders ist und spielt weiter munter mit seinen Buchstaben: z.B. „unendliche zeitschleife dortmund“ oder „unermüdliche zerreissprobe des ortes“. Nach der ersten Zusammenkunft des Netzwerks bei der Nachttanzdemo in Duisburg, kommt es Ende Juni zu einem Recht auf Stadt Kongress in Duisburg: 22-24. Juni 2012.

Grasswurzelinitiativen in Duisburg holen derzeit zum Befreiungsschlag aus und formieren sich unter DU erhält[st] Kultur. In Duisburg wurden jüngst „die virulentesten der wenigen subkulturellen Orte geschlossen oder ordnungsamtlich erwürgt, Kunstaktionen in Leerständen verboten, das Soziokulturelle Zentrum der Stadt privatisiert. Konstruktive Dialoge mit Politik/Verwaltung sind – auch als Folge der Loveparade-Katastrophe und ihrer Nachwirkungen – blockiert. Nun droht auch noch etablierten Kunst-Festivals (Akzente, Traumzeit) der Tod … [Wer] unsere Beschreibungen des Ist-Zustands in Duisburg teilt und ihn ebenfalls radikal ändern will, ist herzlich zur Mit-Aktivität eingeladen“.

support gibt es vom X Netzwerk: „Wir laden alle freischaffenden kulturellen Akteure des Ruhrgebiets zur Mitwirkung am „Netzwerk X“ ein und rufen zugleich zu vielfältigen autonomen Aktionen auf, welche zur kulturellen, künstlerischen, sozialen Belebung der Region beitragen“.

ware wohnen – wahres wohnen?

Der in den letzten Jahren vorangetriebene Verkauf von Millionen einfacher Mietwohnungen an Finanzinvestoren hat die wohnungspolitischen Probleme erheblich verschärft — nicht nur, aber auch in Dortmund. Das zeigt Sebastian Müller in seiner Studie „Wie Wohnen prekär wird: Finanzinvestoren, Schrottimmobilien und Hartz IV“, die jetzt in der Reihe „fair statt prekär“ der Kooperationsstelle in der Sozialforschungsstelle der TU Dortmund erschienen ist. Am Dienstag, den 21.05 steht die Studie im Wichernhaus Dortmund zur Diskussion.

Im Text zur Veranstaltung heisst es: „Prekarisierung wandert aus der Sphäre der Arbeit und der Arbeitslosigkeit auch in die Sphäre des Alltagslebens und des Wohnens. Aber Sebastian Müller fragt auch, was nötig und möglich wäre, um gegen die Verschlechterung der Wohnverhältnisse anzugehen. Er analysiert Initiativen der aktivierenden und motivierenden sozialen Arbeit im Wohnviertel. Er beschreibt Modelle solidarischer Arbeit, gegenseitiger Versicherung und Unterstützung und der Gemeinschafts-, Gemeinden- und
Genossenschaftsbewegungen“.

Dienstag // 22. Mai 2012 // 16-19 Uhr
Wichernhaus Dortmund, Stollenstrasse 36

Mittwoch // 23. Mai // 16.oo Uhr
Buchvorstellung + Diskussion: Strategies against Capitalist Realism
mit dem Autor Mark Fisher, Ruhr Uni Bochum, GABF 04/411

Euromayday ruhr :: bochum 2012

+++ update +++ techno against capitalism +++ ruhrbarone vom 1. Mai +++

Der Euromayday Ruhr ist jetzt online. Nach den Vorjahren in Dortmund findet die dritte Parade zum Tag der Arbeit dieses Jahr am Vorabend und in Bochum statt: 30.04 // 19 uhr // bo hbf

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Im Aufruf heisst es: „Die Welt ist voller Reichtum! Und es sind die Menschen, die diesen Reichtum produzieren. Mit ihrem Wissen, das sie miteinander teilen, mit ihren Ideen und Leidenschaften, mit ihrer Arbeit. Doch über diesen Reichtum der Vielen bestimmen nur wenige, eignen ihn sich an und verknappen ihn künstlich … Das Gemeinsame ist eine Ressource, auf die alle ein Anrecht haben. Das gilt auch transnational. Es gilt für diejenigen, die auf der Flucht vor Armut und Unterdrückung an den europäischen Außengrenzen ihr Leben riskieren, genauso wie für die Menschen, die in Griechenland ihre Einkommen gegen das auferlegte Kürzungsprogramm verteidigen … Der Euromayday lädt euch ein, das positive Gemeinsame zum Tanzen zu bringen“.

leerstandsmelder online

So, jetzt kommt er, der erste post im neuen jahr mit einem gut bekannten fakt + neuem tool: der leerstandsmelder ist da. Während es im Ruhrpott schon Ansätze für einen leerstandsmelder in der jüngeren vergangenheit gab, wie u.a. die Neunte Stadt aber auch dieser blog dokumentiert, kommt nun eine seite, die das bündeln und auf einer karte festhalten will.

http://www.leerstandsmelder.de/

Was im Hamburger Gängeviertel 2011 gestartet ist, hat nun in Bremen, Frankfurt und Düsseldorf Fuss gefasst und wartet auf das Interesse von nutzer/innen, Leerstand zu kartieren: „Für mehr Transparenz und neue Möglichkeitsräume in der Stadt“!

Unter Neuigkeiten gibt es hier links zu aktuellen Studien, die den Leerstand quantifizieren, sowohl bei Wohnungen als auch Gewerbeflächen. Der Spiegel hat kürzlich 780.000 leerstehende Wohnungen in Deustchland gezählt. Bei den Büroflächen entwickeln sich Angebot & Nachfrage seit Jahren auseinander, wie das Deutsche Institut für Wirtschaft in Köln schreibt: „Zwischen 2000 und 2010 vergrößerte sich der Büroflächenbestand beispielsweise in Frankfurt am Main um 23 Prozent, die Beschäftigung stagnierte hingegen – auch weil die Finanzkrise die Beschäftigungsgewinne Mitte der 2000er Jahre wieder aufzehrte. Auch in Düsseldorf, München, Köln und Stuttgart klafft eine große Lücke zwischen der Beschäftigtenentwicklung und dem Büroflächenzuwachs. Aufschlussreich ist auch, dass sich die Situation in der kurzen konjunkturellen Erholungsphase zwischen 2005 und 2010, nicht entspannte“. Hierbei wäre zu betonen, dass die Krise 2008 hausgemacht war – ausgelöst von eben jener Immobilienwirtschaft.


Camelot Hauswächter

Eine Lösung des Leerstandsproblems der ganz anderen Art – Anti-Squat – kommt aus den Niederlanden. Hier bieten verschiedene Agenturen das „bewohnende Bewachen“ von Leerstand an. Die Bewohnenden Bewacher/innen werden in Leerständen platziert, um die Instandhaltung des Gebäudes sowie den Schutz vor Vandalismus und Hausbesetzer/innen zu gewährleisten. Versicherungstechnisch gilt das Objekt weiterhin als „leer“, da der Vertrag Kündigungsfristen von 2-4 Wochen vorsieht. Darüber hinaus kommt diese neue Variante der Zwischennutzung ohne Rechte, aber durchaus mit Pflichten (Hausmeister + Wachmann in einem). Wohnen ist nur Nebeneffekt, Wohnen wird ein Job. Marktführer Camelot verdoppelte seine Wachstumszahlen in den letzten Jahren regelmäßig und ist auch in Deutschland angekommen.

thesenanschlag in hamburg

im namen st. paulis und des rechts auf stadt: es ist nötig.

not in our name, marke hamburg

http://www.rechtaufstadt.net/
http://wiki.rechtaufstadt.net/index.php/Start

in duisburg laar geht das licht an + aus

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+++ update +++ räumung +++ duisburg +++ siehe ruhrbarone und lab2010 +++ Nach Freiraum Essen und UZDO Dortmund im Sommer 2010 kommt nun die DuIY Initiative aus Duisburg. Hier hat sie in einer ehemaligen Schule in Duisburg-Laar (an der Werthstraße) wieder „das Licht angemacht“ und wendet sich an die Öffentlichkeit, Leerstand zu nutzen. Von der Stadtverwaltung fordert die Initiative nichts, „denn wir haben keine Illusionen, was eine Unterstützung von Seiten der Stadt angeht; wir fordern: Haltet Euch raus und lasst uns und allen Duisburgerinnen und Duisburgern eine schöne Woche, in der wir unser Leben in dieser Stadt gestalten, wie wir es uns vorstellen und eine offene Diskussion über eine Stadtentwicklung, die alle Teile der Bevölkerung mit einbezieht, anstoßen können“.

Heute Abend ist Party und ab morgen beginnt das Programm u.a. mit dem Film „Creativity and the Capitalist City“ (heute im 2010lab interview). Stefan Laurin (ruhrbarone) ist vor Ort: Die Besetzer/innen wollen ein Stadtteilzentrum

http://duiy.blogsport.eu/
http://awlbdu.wordpress.com/wegbeschreibung/

das ruhrgespenst und sein affe

lieber spät als nie: wie geil ist das denn?!

Less Talkin More Walkin from I Heart Ruhr York on Vimeo.

„Nach der Kulturhauptstadt2010 sind die Gelder in Ruhr York aller Orts knapp, so auch in Oberhausen. Die angekündigte Nachhaltigkeit lässt mehr als zu wünschen übrig. Deswegen heißt es Eigeninitiative zeigen und MACHEN! Denn der Kunst ist Geld egal! Less Talkin More Walkin! Ruhr York is where your Heart is“!

Das Ruhrgespenst und sein Affe.
http://creative.arte.tv/fr/space/RUHRGESPENST/messages/
http://duiy.blogsport.eu/

düsseldorf: kiefern ü 30

happy birthday kiefernstrasse! 24.09 Strassenfest

ü 30 tzzzzzzz………….
http://kiefern.de/