Archiv für März 2010

düsseldorf? geschenkt.

In Düsseldorf gibt’s Geschenke. „Statt Wohnungen zu besetzen, wie es in den 70er und 80er Jahren gemacht wurde, geht ‚Freiraum‘ subtiler vor. Hier heißt das Motto ‚Schenken statt Besetzen‘“, lobt der WDR. Wie subtil das ist und wieviel Freiraum das bringt, steht aus.

Die Initiative tritt jedenfalls selbstbewusst auf: „Ja, wir werden diese Stadt verändern, aus ihr einen lebenswerten Raum für alle machen, die hier leben. Straßenkunst ist eine Facette der Rückeroberung unserer Stadt, denn damit haben wir uns kreativ und ungefragt ein Stück des öffentlichen Raums angeeignet. Und wir wollten schließlich nicht zuletzt gegen die Kriminalisierung von Graffiti-Künstler_innen ein Zeichen setzen“.

mehr info: freiraum-bewegung.de

ruhr euromayday 2010 jetzt online

„Wir haben die Nase voll“, so geht er los, der Aufruf zum Ruhr Euromayday am 1. Mai 2010 in Dortmund: „Her mit dem schönen Leben – ohne Angst und Unsicherheit, ohne Ausbeutung und Unterdrückung, hier und überall! Der 1. Mai ist unser Tag, um gemeinsam als Parade laut und sichtbar zu sein und unseren Wünschen Ausdruck zu verleihen. Der EuroMayDay ist eine Einladung, um gemeinsam mit anderen zu handeln, zu kämpfen und zu feiern!“


euromayday.noblogs.org

»Mayday, Mayday« ist das Signal, welches in Seenot geratene Schiffe aussenden. In diesem Sinne: Raus aus den Federn, es kommt auf uns alle an! Der EuroMayDay ist eine offene Parade – alle sind eingeladen, ihre Prekarisierungserfahrungen, Aneignungskämpfe, Ideen und Forderungen einzubringen. Ob mit Kostümen, Schildern, Tänzen, Musik oder anderem ist jedem und jeder selbst überlassen!

Der EuroMayDay startet am 1. Mai 2010 um 15 Uhr in Dortmund am Hauptbahnhof Nordausgang: aufruf lesen

Zur information sind Mobilisierungsveranstaltungen in Münster sowie am 28.03 im AKZ Recklinghausen geplant. Das Bündnis lädt zum nächsten Vorbereitungstreffen am 23.03 // 19 Uhr ins Taranta Babu // Dortmund ein.

Wir machen den scheiss nicht mehr mit :: teil 2

Am 18.3.2010 lädt die LAG Soziokultur in den ringlokschuppen mülheim zur Fortsetzung von: „Wir machen den Scheiß nicht mehr mit“? In der Einladung wird um Anmeldung gebeten und heisst es: „Wie geht es weiter? Wer unterschreibt und wer nicht und warum nicht? Welche Debatten wurden ausgelöst? Wie kommt man aus der Misere raus? Was können wir tun?“

Donnerstag // 18.3.2010 // 18 uhr // Ringlokschuppen // Mülheim (Ruhr)
offenes Treffen :: nicht nur für die UnterzeichnerInnen des Aufrufes
„Wir machen den Scheiß nicht mehr mit“
Anmeldung: lagnw@soziokultur.de
soziokultur-nrw.de

Reclaim :: Duisburg :: Harmonie

„Unsere Armut kotzt uns schon lange an“, so heisst es in einer Erklärung aus Duisburg, die am 10.03.2010 zur Debatte steht: „Am 25.01. hat die Verwaltung der Stadt Duisburg ein Haushaltssicherungskonzept vorgelegt … Nach Darlegung der Verwaltung sind im kommunalen Haushalt jährlich 150 Mio. Euro einzusparen … Und hier stehen wir. Und können scheinbar auch nicht anders, als diese Notwendigkeit einzusehen und dann, solange dies noch geht, Einfluß zu nehmen: die vorgesehenen Kürzungen im Bereich Kunst und Kultur mit denen in anderen Bereichen gegenzurechnen – nicht nur abstrakt, sondern konstruktiv: Welches Jugendheim könnte noch geschlossen, welche Sportstätte aufgegeben, welche Bildungsförderung für MigrantInnen, welche Fürsorge für ältere Menschen in dieser Stadt könnte zusätzlich gekürzt oder gestrichen, wessen Temperatur noch gesenkt werden, damit unser Theater, unser Kino, unser Ausstellungsraum erhalten bleiben können? In dieser Logik können wir einiges aufwarten. Vor allem, wie immer, die Kurzgriffigkeit der vorgelegten Überlegungen … Wir verweigern uns dieser Logik!“


http://www.2010lab.tv/video/reclaim-brachland-party

Nach der Schließung des T5 stehen die Mustermenschen einmal mehr ohne Raum da. Zwischen November 2008 und Juli 2009 hatte der Mustermensch e.V. nach mehrjähriger Suche am Rande der Duisburger Innenstadt sein Vereinsheim, das T5. Dort wurde erstmalig seit vielen Jahren die Möglichkeit geboten, unkommerzielle Kultur in Duisburg selbst zu gestalten und mitzuerleben. Dann kam das Ordnungsamt mit seiner Ordnung und dem unwiderstehlichen Schallschutzargument. Seitdem bietet ein Lokal mit dem zweifelhaften Namen Harmonie ein Mindestmaß an Spielraum + Debatte: 10.03.2010 // 19.oo // Harmonie_strasse 41 // Duisburg-Ruhrort

Parallel dazu hat sich eine Initiative formiert, die sich RECLAIM nennt, sich positiv auf das Spektakel Ruhr.2o1o bezieht und freie Räume für Brachlandparties nutzt. In ihren Thesen heisst es: „In Duisburg, so wie im ganzen Ruhrgebiet, gibt es das Problem Räume zu finden, die nicht unter dem Druck zur Kommerzialisierung und wirtschaftlichen Verwertung stehen … Freiräume sind die Basis für unkommerzielle Kunst und die freie Entfaltung unserer kreativen Fähigkeiten. Wir wollen selbstorganisierte Räume schaffen, die den Anspruch vertreten, frei von Diskriminierung und Ausgrenzung zu sein, frei von Überwachung, Konformitäts- und Konsumdruck. Die Reclaim the Brachland-Party ist als Projekt entstanden, an dem sich ein offener Kreis von Leuten nach dem Prinzip >Do it yourself< beteiligt. Es ist nicht die erste Freiraum-Party, die im Ruhrgebiet stattfindet – und es wird auch nicht die letzte sein.“

mehr info gibt's immer auch auf dem aponaut
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