Archiv für Februar 2011

Düsseldorf und der Eimer

Nach der 12teiligen Veranstaltungsreihe >Schatz, wir müssen mal reden< wird in Düsseldorf Aktivismus merkbar. Der Protest richtet sich gegen die unternehmerische Stadtumstrukturierung (aufwertung/ preissteigerung/ verdrängung) in Düsseldorf Flingern, den Verkauf der Opernwerkstätten, Luxussanierung und die Festivalisierung der Stadtpolitik (European Song Contest). Das Netzwerk Freiräume für Bewegung demonstrierte zuletzt mit 100 Leuten in Flingern gegen die Tagträume eines Investors, hier das Londoner Notting Hill nachzubauen.


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Die Vorlage für die prekäre Wohnsituation und explodierende Mieten liefert der Ring deutscher Makler, der bei seiner Pressekonferenz feststellt: „Düsseldorf ist fast ausverkauft, die Mieten sind in den letzten Jahren explodiert. Immobilien sind so sexy wie schon lange nicht mehr“, sagt der Ring Deutscher Makler (WZ, 16.02.2011). Düsseldorf ist eine wachsende Stadt, die von 584.000 Einwohner/innen (heute) mit einem Zuwachs bis 600.000 Menschen im Jahr 2020 rechnet. Planungsdezernent Gregor Bonin geht nicht von fehlenden Wohnungen aus, sondern fragt öffentlich: „Wieviele Menschen kann diese Stadt noch vertragen unter Wahrung der vorhandenen Qualitäten? … Wir sind eine wachsende Stadt, man muss aber auch mal zur Kenntnis nehmen, wenn der Eimer voll ist (TERZ Stattzeitung)“

Wann der Eimer, das Boot whatever voll ist, ist eine kritische Frage, die in Zusammenhang mit der Frage steht: Wem gehört die Stadt? Um eine Diskussion dieser Frage/n geht es in Düsseldorf anlässlich des Recht auf Stadt Kongresses am 18./20. März im ZAKK.

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