Archiv für August 2011

alerta dortmund: 2/3 september

Es ist fast September und Dortmund wappnet sich für den „Nationalen Antikriegstag“. Neben dem Trauermarsch um die Bombardierung Dresdens im Februar steht der 1. September in Dortmund ebenso für Geschichtsrevisionismus und das verdrehte Weltbild deutscher Neonazis. Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen 1939. Nun sollen tausend Nazis unter dem Motto „Nie wieder Krieg, nach unserem Sieg“ am 3. September 2011 aufmarschieren. Dagegen rufen zahlreiche bürgerliche und antifaschistische Gruppen zu Gegendemonstrationen auf. Das Alerta Bündnis schreibt hierzu:

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„In sieben Jahren hat sich der Großaufmarsch zum Antikriegstag unter Federführung der Dortmunder „Autonomen Nationalist_innen” zu einem wichtigen Tag im Kalender der aktionsorientierten extremen Rechten entwickelt. Während zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Neonazis erschienen, wuchs die Zahl bis zum Jahr 2008 auf 1.100 an. Diese „Erfolgsgeschichte” erfuhr in den letzten Jahren einen empfindlichen Einschnitt: 2009 und 2010 wurde der Mythos des „Nationalen Antikriegstags”, den die Dortmunder Neonazis in jahrelanger europaweiter Mobilisierungsarbeit versucht hatten aufzubauen, dadurch demontiert, dass die Dortmunder Polizei die geplanten Aufmärsche kurzfristig zu stationären Kundgebungen umwandelte. Der Event-Charakter des Aufmarsches erlitt dadurch schweren Schaden. Fakt ist: Großaufmärsche gestalten sich für die Neonazis immer schwieriger, auch wenn das in Dortmund bislang weniger an Antifaschist_innen als an dem restriktiven Vorgehen der Polizei liegt“

Gegen Neonazis, Geschichtsrevisionismus und deutsche Zustände!
Naziaufmarsch am 03.09. sabotieren, blockieren, verhindern!

mehr lesen: http://alerta.noblogs.org/

reclaim düsseldorf: 20.08 tanzdemo

="" sommerpause und -löcher hin oder her, vielerorts ging/ geht es weiter mit programm. und das ist gut so. Am Samstag, den 13.08 fand der erste Slutwalk mit 3000 teilnehmer/innen bundesweit und 300 menschen in dortmund statt. Die Redebeiträge richteten sich gegen Sexismus in der Werbung und betonte ein/e vertreter/in des macker massakers wie wichtig es ist, dass sich auch männlich sozialisierte Personen antisexistisch engagieren.

Nächstes wochenende, am 20.08 ruft das freiräume für bewegung bündnis in düsseldorf zu einer tanzdemo auf: „Hauen wir den Akteuren und Profiteuren der neoliberalen Stadtentwicklung den Bass um die Ohren – auf das ihr Tinitus sie daran erinnert: Es ist unsere Stadt“!

mehr infos gibt’s auf: rechtaufstadt.org

krisenbewältigung im sommerloch

Für alle die, die sich für die Ursachen der Finanz- und Griechenlandkrise interessieren – Verkauft doch Eure Inseln, Ihr Pleitegriechen – und die Tatsache, dass die globalen Finanzmärkte jetzt auf den Staatsbankrott Italiens, Spaniens, Portugals spekulieren, kommt hier eine großartige Zusammenfassung (engl.) des marxistischen Stadtgeographen David Harvey, der das Krisenmanagement des Kapitalismus sehr schön illustriert. Ideal auch für Einsteiger/innen. Kompakter geht es nicht!

von wegen Krise = Marktversagen… Das ist es, was der Markt macht! Die Entscheidung, daran etwas zu verändern, ist eine politische.