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was ist Land for Free?

Zugunsten der Unverwechselbarkeit dieses blogs, soll hier noch einmal klar unterschieden werden zwischen Anlass und Ursache von *Land for Free*. Den Anlass bildet eine künstlerische Bewerbung zur Kulturhauptstadt Ruhr.2010 aus dem Jahr 2006 (Stefanie Bremer, Dirk E. Haas, Boris Sieverts). Die Ursache ist der ganz normale Wahnsinn, der sich für Still- und Leerstand in der Stadtentwicklung verantwortlich zeichnet. Was Land for Free war // ist // sein kann – LAND FOR WHAT – sollen folgende Punkte noch einmal herausstellen.

*ein kunstprojekt*
Land for Free als Stichwort für die Brachen- und Stadtentwicklung im Ruhrgebiet zwingt sich zwar fast auf, geht aber auf ein urbanes Experiment (2006) des Büros für Städtereisen, Orange Edge und REFLEX architects_urbanists AKNW SRL anlässlich der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 zurück, die auch folgendes video gemacht haben (Sieverts et al. 2006, 17.17 min).

*eine veranstaltung*
In der Veranstaltung am 23/ 24.1o.2o09 // AZ Mülheim ging es darum, eines der vormals künstlerischen Leitprojekte der Bewerbung zur Kulturhauptstadt zu thematisieren und die Ursache der Verwerfung zu politisieren. Die Veranstaltung war Teil einer bundesweiten Veranstaltungsreihe der BUKO + der RosaLuX Stiftung: Unternehmen STADT übernehmen

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buko.info

*ein blog*
Aktuell ist das ein blog http://landforfree.blogsport.de/, der die Idee aufgreift und weiterentwickelt LAND FOR FREE :: LAND FOR WHAT? (redaktion: Inura Ruhr, tb). Er konzentriert sich auf städtische soziale Bewegungen im Ruhrpott, die ihr Recht auf Stadt fordern. Die Beiträge dokumentieren so verschiedene Beispiele städtischer Konflikte aus dem Rhein-Ruhr-Raum, liefern aber vor allem ein verbindendes Argument in lokal-politischen Auseinandersetzungen: Raum ist da + nutzbar.

*eine idee*
In erster Linie ist *Land for Free* eine Idee. Eine Idee der Raumnutzung und -aneignung, die anders ist. Eigentlich ist sie gar nicht so anders, aber eben nicht die herrschende Idee. *Land for Free* – verstanden als freier Raum – zeigt die Absurdität der Ware Raum und der Eigentumslogik auf. Was an Ort und Stelle passiert – oder eben nicht! – wird zur Nebensache. Anstatt Raum zu gebrauchen, wird er ständig getauscht und auf dem Immobilienmarkt meistbietend angeboten. Das ist grober Unfug und geht an der Realität der Menschen – nicht nur im Ruhrpott – grandios vorbei. Vor diesem Hintergrund geht es 2010 darum, sich die Inhalte anzueignen und mit Leben zu füllen: Theorie + Praxis.

mustermensch radiointerview about land for free – for what?
mustermensch radiointerview teil 2